Hämatologie

Hämatologie ist die Lehre von der Physiologie, Pathophysiologie und den Krankheiten des Blutes sowie der blutbildenden Organe. Sie umfasst bösartige Erkrankungen des Blutes, Bildungsstörungen des Knochenmarks und Blutveränderungen durch immunologische Prozesse. Die wichtigsten Blutkrankheiten sind die akuten und chronischen Leukämien, bösartige Veränderungen der Lymphknoten und die Anämien. Viele Krankheiten des Blutes können aus dem Blut selbst diagnostiziert werden, in manchen Fällen muss jedoch eine Knochenmarkpunktion durchgeführt oder ein Lymphknoten herausgenommen und untersucht werden.

Hämatologische Untersuchungsmethoden dienen zur Erkennung von quantitativen und qualitativen Veränderungen der korpuskulären Bestandteile des Blutes. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Diagnostik und lassen Rückschlüsse auf viele Organfunktionen zu. Dabei ist vorteilhaft, dass sich das Untersuchungsmaterial relativ einfach gewinnen lässt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt in der Untersuchung von Knochenmark und peripherem Blut zur Diagnostik und Therapiekontrolle von malignen hämatologischen Erkrankungen wie Leukämien, Lymphomen, Myelodysplastischen Syndromen, Myeloproliferative Neoplasien usw. Dazu kommen in enger interdisziplinärer Kooperation mit den Klinikern folgende Methoden zur Anwendung:

 

  • Manuelles Differentialblutbild
  • Immunstatus
  • Durchflusszytometrische Diagnostik von Leukämien und Lymphomen in Blut und Knochenmark (Immunphänotypisierung)
  • PNH-Diagnostik
  • BAL Zytologie und Immunphänotypisierung
  • Knochenmarkzytologie
  • Knochenmark – Eisenfärbung
  • Nachweis der Alpha-Naphthylacetat-Esterase-Reaktion in Leukozyten

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